Leider hat jetzt der 2. Term angefangen und dementsprechend ist auch der Schwedischkurs zu Ende. Es war doch eine schöne Abwechslung jede Woche zweimal in den Kurs zu gehen und eine lockere "Vorlesung" zu haben. Heute haben wir auch schon die Noten bekommen. Es wurde wohl doch strenger korrigiert als erwartet...bin aber immer noch gut weggekommen ;-) Na, wer ist Fredrik?!
Freitag Abend war die Veröffentlichung des diesjährigen Jule Öls (Weihnachtsbier). Unglaublich, was da in der Stadt los war. Wie bei uns am 1. Mai sind sie mit Oldtimern rumgefahren und die Dänen hatten Nikolausmützen auf und haben Weihnachtslieder gesungen. Sehr lustig! Abends um 11 ist man alle 10 m jemand begegnet, der sich das neue und gute Weihnachtsbier nochmal durch den Kopf gehen ließ. Es waren nicht nur Jüngere unterwegs, sondern auch Ältere. Ein kleiner inoffizieller Feiertag. Überall war die Stadt schon weihnachtlich geschmückt. Am Samstag habe ich mir zusammen mit Raphaela die Stadt angeschaut. Im Vergleich zu Lund ist Aarhus eine moderne und vor allem größere Stadt. Sehr schnell habe ich festgestellt, dass Dänemark wirklich teurer ist, als Schweden. Unglaublich...ein Coffee to go zwischen 3 und 4 Euro. Dann wollte ich schon keinen Kaffee mehr. Ebenso ist Dänisch keine schöne Sprache. Es hat überhaupt keine Ähnlichkeit zum Deutschen und ist nur ein Wortbrei. 30 km von Aarhus entfernt ist ein Regenwald. Am Sonntag haben wir ihn besucht. Dort gibt laufen oder fliegen manche Tiere frei rum, aber andere sind zum Glück eingesperrt. Die restliche Zeit haben wir in der Stadt gebummelt usw. Am Dienstag bin ich dann wieder mit dem Bus nach Kopenhagen gefahren. Als erstes fuhr der Bus auf die Fähre und dann ging es an Land weiter. Nach einer 5,5-stündiger Heimreise bin ich glücklich zu Hause angekommen.
Am Freitag, 07.11.2008, war es soweit...es ging los nach Kopenhagen. Ich hatte mich mit Kerstin und Raphaela in Malmö im Zug getroffen und dann haben wir uns gemeinsam Kopenhagen angeschaut. Leider hatten wir nicht so Glück mit dem Wetter und es hatte geregnet. Als erstes haben wir die Körperweltenausstellung besucht - einfach nur beeindruckend! Danach sind wir nach Christiania gelaufen. Christiania ist eine Freistadt und dementsprechend eine alternative Wohnsiedlung. Echt mal interessant das zu sehen. Allerdings dürfen keine Bilder gemacht werden. Weiter ging es dann zum Schloss Amalienborg, der Winterresidenz der Königsfamilie. Es ist gekennzeichnet durch 4 gleiche Gebäude, die im Kreis gebaut sind. Als wir ein Foto schießen wollten, wurden wir freundlich von der Wache (s. Bild) ermahnt, da wir in seiner Laufbahn standen: "Ladies, move!" Okay, okay, wir sind ja schon wieder weg... Natürlich konnten wir das Lachen nicht verhindern. Wir dachten, dass wir weit genug weg waren. Nein, was macht er...er läuft hinter uns und schlägt seine Fersen zusammen! Dann war alles zu spät und wir sind nur noch schnell weiter gelaufen! :-)) Als nächstes sind wir zum Wahrzeichen Kopenhagens an das Ufer gelaufen: Die kleine Meerjungfrau, ein Märchen (s. http://www.zeno.org/Literatur/M/Andersen,+Hans+Christian/M%C3%A4rchensammlung/M%C3%A4rchen/Die+kleine+Seejungfrau) Nach einem Stadtbummel ging auch schon wieder unser Zug nach Aarhus.
Wenn man nach Hause kommt, dann empfangen einen die lieben Nachbarn mit einer Pippi Långstrump Perücke.
Mmmmhhhh...nach langem Warten sitzen alle gespannt vor ihrem Wiener Schnitzel! Ich habe mich auf die Sauerei eingelassen... Aber es war mal wieder lecker!
Wie beim Kindergeburtstag! Schokokuchen mit Gummibärchen...ist aber auch noch was für Erasmus-Studenten.
Leider sind auch schon wieder die ersten Nachbarn ausgezogen. Wenn man schon aus Singapur nach Europa kommt, dann muss man auch so viel wie möglich von Europa sehen. Deshalb haben meine Nachbarn alle ihre Kurse im ersten Term gemacht und reisen nun im zweiten Term. Zum Abschluss gab es ein Abschiedsdinner mit allen Nachbarn.
Letzte Woche waren Kerstin und 2 Freundinnen von ihr aus Aarhus bei mir für eine Nacht. Abends sind wir in eine Nation gegangen zum "Oktoberfest". Dort war Jägermeister-Promotion und der Schwabe deckt sich dann natürlich mit den Sachen ein, die es umsonst gibt! :-)
Am Kanelbullenfeiertag, 04.10., machten Katja und ich uns auf den Weg nach Kristianstad. Nachdem uns schwedische Kommilitonen fragten, was wir in Kristianstad anschauen wollten, waren wir uns immer noch sicher, dass es dort etwas zu sehen geben muss! Nach einer Stunde sind wir am Bahnhof in Kristianstad angekommen. Als erstes sticht einem die pompöse Heilige Dreifaltigkeitskirche ins Auge. In der Fußgängerzone waren überall Plakate und Schilder aufgestellt zur Feier des Kanelbullenfeiertages. Kanelbulle ist eine Zimtschnecke. Das besondere an ihr ist, dass die Füllung zusätzlich mit einem Sirup gemacht wird und der Teig mit Kardamom gewürzt wird. Echt genial! Da wir ohne Jungs unterwegs waren, konnten wir auch so oft wir wollten in einen Laden zurückgehen und uns nochmals Sachen anschauen... :-) Aus einem Tagesausflug wurde eine Shoppingtour mit Kanelbulle am Fluss.